Tierhalterhaftpflicht Vergleich

 

Bei aller Tierliebe kann es ganz schön unangenehm oder teuer werden, wenn Ihr Haustier einen Schaden verursacht. In jedem Fall müssen Sie für den entstandenen Schaden aufkommen. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch können Tierhalter für sämtliche Schäden, die ihre Lieblinge anrichten, mit ihrem gesamten Vermögen und ihrem Einkommen haftbar gemacht werden. Die Privathaftpflicht greift nicht in allen Fällen, da nur das Halten von zahmen Haustieren und gezähmten Kleintieren in der privaten Haftpflichtversicherung eingeschlossen ist. Pferde, Hunde und andere Nutz- und Zugtiere fallen nicht darunter. Als Hunde- oder Pferdebesitzer können Sie die Risiken mit einer Tierhalterhaftpflichtversicherung absichern.

Diese tritt ein, wenn Ihr Tier bei Dritten einen Schaden verursacht, für den Sie haftbar gemacht werden können. Wie die private Haftpflicht ist auch die Tierhalterhaftpflichtversicherung eine freiwillige Versicherung, auf die man aber nicht verzichten sollte. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Tierhalterhaftpflichtversicherung für Hunde in Berlin und Hamburg. In anderen Teilen der Bundesrepublik ist die Tierhalterhaftpflichtversicherung für bestimmte Hunderassen, sogenannte Kampfhunde, ebenfalls eine Pflichtversicherung. Bundesweit hat derzeit nur etwa ein Drittel der Tierhalter eine entsprechende Tierhalterhaftpflichtversicherung. Das ist am falschen Ende gespart, wenn man bedenkt, wie hoch die finanzielle Belastung im Schadensfall werden kann.

Denn nicht nur Sachschäden (wie z. B. bei einem Verkehrsunfall) werden von der Tierhalterhaftpflichtversicherung übernommen, sondern auch Kosten für Arzt, Pflege, Krankenhaus und Verdienstausfall sowie für eventuelle Ansprüche auf Rentenzahlungen und Schmerzensgeld. Halter von Pferden oder Hunden, die keine Tierhalterhaftpflichtversicherung haben, können so leicht in den Ruin getrieben werden. Verglichen mit den möglichen Kosten im Schadensfall sind die Beiträge für die Tierhalterhaftpflichtversicherung relativ gering. Ab ca. 50 Euro pro Jahr zahlt der Tierhalter für die Tierhalterhaftpflichtversicherung eines Hundes, bei Pferden sind es ungefähr 120 Euro.

Die Angebote für eine Tierhalterhaftpflichtversicherung differieren nicht nur im Preis, sondern auch im Leistungsumfang. Verglichen werden sollte vor allem die Deckungssumme, die bei mindestens 1,5 Millionen Euro, besser aber bei 3 Millionen Euro pro Schadensfall liegen sollte. Bei den meisten Tierhalterhaftpflichtversicherungen ist eine Aufsichtsperson mitversichert, bei anderen aber nicht. Achten Sie auf dieses Detail, wenn auch einmal eine andere Personen ihren Hund beaufsichtigt oder Ihr Pferd ausreiten soll. Schäden, die das Tier an gemieteten Immobilien anrichtet, sindoftmals nicht in einer Tierhalterhaftpflichtversicherung versichert. Manche Anbieter versichern aber auch Mietsachschäden, sofern der Versicherte bei der gleichen Versicherung neben der Tierhalterhaftpflichtversicherung auch eine Privathaftpflicht abgeschlossen hat.

Wer einen Kampfhund besitzt, hat bei der Suche nach einer geeigneten Tierhalterhaftpflichtversicherung nur eine geringe Auswahl. Die wenigsten Anbieter nehmen Kampfhunde auf, und wenn doch, dann häufig nur unter bestimmten Voraussetzungen. Im Schadensfall prüft die Tierhalterhaftpflichtversicherung zuerst, ob der Kunde auch wirklich zur Zahlung verpflichtet ist. Unberechtigte Ansprüche werden gegebenenfalls gerichtlich abgewehrt, wobei die Tierhalterhaftpflichtversicherung natürlich die Kosten übernimmt. Sofern der Versicherte tatsächlich schadenersatzpflichtig ist, kommt die Tierhalterhaftpflichtversicherung im Rahmen der Deckungssumme für alle verursachten Personen- und Sachschäden auf. Der Schutz gilt sowohl im Inland als auch im Ausland, hier allerdings meist mit zeitlicher Befristung. Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung ersetzt die Kosten der durch Hunde oder Pferde verursachten Schäden, schützt Ihr Vermögen vor Haftpflichtansprüchen und übernimmt Gefährdungshaftung als Tierhalter – eine Investition, die sich lohnt.