Weichkosten

 

Der Begriff Weichkosten gehört zum Bereich der geschlossenen Fonds und steht für Kosten, die sich bei der Fondsauflegung und dem Vertrieb ergeben. Im Verkaufsprospekt hat man diese Weichkosten in Prozent des Eigenkapitals anzugeben, damit der Anleger einen Vergleich über ihre Höhe bekommt und die Weichkosten mit denen anderer geschlossener Fonds vergleichen kann. Dieser Faktor taucht als Kosten in allen Formen von geschlossenen Beteiligungen auf, unabhängig davon ob es sich um Schiffs- oder Immobilienfonds handelt. Bei einem Schiffsfonds werden zu den Weichkosten die laufenden Betriebskosten dazugerechnet, die die Kostenseite eines Fonds ausmachen und Einfluss auf seine Rentabilität haben. Da von den Kosten jedes Prozent von der Investitionssumme oder dem Erlös abgezogen wird, können Unterschiede von nur einem Prozent in den Weichkosten von Fonds einen Renditevorsprung von mehreren Prozent im Jahr nach sich ziehen. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl geschlossener Beteiligungen stets auf einen nach Möglichkeit geringen Anteil an Weichkosten und deren komplette Auflistung achten. Sie sollten auch prüfen, ob die Verwendung dieser Gelder zweckgebunden ist und genau beschrieben wird. Wenn der Verwendungszweck und die Aufteilung der Weichkosten aus einem Prospekt nicht deutlich hervorgehen, sollten Sie nicht in den Fonds investieren und sich ein anderes Anlageprodukt auswählen.