Warenkreditversicherung

 

Bei der Warenkreditversicherung bzw. Forderungsausfallversicherung handelt es sich um eine Kreditversicherung, welche den Versicherungsnehmer gegen die Ausfälle von Forderungen und die daraus resultierenden Schäden absichert. Die Warenkreditversicherung ist nur für Unternehmen bestimmt, die damit zu rechnen haben, dass ihre Kunden Insolvenz beantragen könnten und ihre noch offenen Forderungen nicht zahlen können. Durch diese Forderungsausfälle kommt es häufig zu Liquiditätsproblemen im Unternehmen. Die laufenden Kreditraten können nicht mehr zurückgezahlt werden und Unternehmensinvestitionen sind auch nicht mehr möglich. Der Ausfall von Forderungen führt bei vielen Unternehmen letztlich zum finanziellen Ruin. Um sich davor schützen zu können, sollten Unternehmen die Warenkreditversicherung abschließen. Zum Versicherungsschutz gehört häufig der Ausfall von Forderungen, die sich aus bereits erbrachten Dienstleistungen und Warenlieferungen ergeben. Die Warenkreditversicherung wird in der Regel wirksam, wenn Privat- oder Geschäftskunden des Unternehmens die Rechnungen nicht sofort bezahlen oder gar zahlungsunfähig geworden sind. Durch diese Versicherung soll verhindert werden, dass die Unternehmen selbst Finanzierungsschwierigkeiten bekommen und um diese auszugleichen dazu gezwungen werden, einen Kredit aufzunehmen, durch den weitere Finanzierungskosten auf die Firma zukommen. Man sollte jedoch beachten, dass die Warenkreditversicherung erst dann zum Versicherungsschutz in Anspruch genommen werden kann, wenn nach der Rechnungsstellung eine Frist von ein bis zwei Monaten verstrichen ist. Diese Frist ist nötig, damit offiziell und rechtskräftig ein Tatbestand der Nichtzahlung vorliegt. Durch die Warenkreditversicherung kann das eigene Risiko durch die Insolvenz von Geschäftspartnern gesenkt werden. Dadurch wird verhindert, dass die Insolvenz eines Geschäftpartners die Pleite von weiteren Unternehmen auslöst.