Abzinsung

 

Die Abzinsung ist ein Verfahren der Zinseszinsrechnung, welches die Errechnung des Bar- oder Anfangswertes (K0) aus einem gegebenen Endbetrag (Kn) bei gegebener Laufzeit n und Verzinsung i mithilfe des Diskontierungsfaktors ( i n q 1 ) ermöglicht, wobei q dem Wert 1 plus den Prozentsatz p% entspricht. Der Wert Kn wird mit dem Diskontierungsfaktor multipliziert, wodurch sich K0 errechnet. Diese Methode wird auch Kapitalwertmethode genannt und findet Anwendung in der Investitionsrechnung sowie in zahlreichen anderen finanzwirtschaftlichen Fragestellungen, die die Barwertermittlung notwendig werden Die Abzinsung ist ein finanzmathematisches Verfahren der Zinseszinsrechnung, bei dem der Barwert, d.h. der heutige Wert eines später fälligen Betrages, unter Berücksichtigung einer Verzinsung mit erneuter Anlage der Zinsen ermittelt wird. Der für 1,00 € ermittelte Barwert wird als Abzinsungsfaktor bezeichnet, da der Zukunftswert mit diesem Faktor multipliziert den Barwert ergibt. Die Barwertermittlung ist ein in finanzwirtschaftlichen Überlegungen häufig angewandtes Prinzip, da es Beträge mit unterschiedlicher Fälligkeit wirtschaftlich zu einem bestimmten Zeitpunkt zusammenzufassen erlaubt, so z.B. bei der dynamischen Investitionsrechnung. Bei der Geldanlage wird der Barzahlungsbetrag von so genannten Null-Kupon-Anleihen oder auch von Sparbriefen mit dieser Formel berechnet. Vergleiche hierzu auch Diskontierung.

Beispiel:
Ein Betrag von 10.000,00 € wird in fünf Jahren fällig. Es wird unterstellt, dass er mit 6 % p.a. und jährlicher Neuanlage der fälligen Zinsen angelegt würde. Zu berechnen ist die Höhe des Betrages, der heute, also zum Zeitpunkt 0, angelegt werden müsste. Der gesuchte Betrag, der heute angelegt werden müsste, lautet also bei einem Fälligkeitsbetrag von 10.000 € mit einer 6-%-Verzinsung auf fünf Jahre 7472,58 €.