Abwichsgeld

 

Abwichsgeld, welches auch unter Begriffen wie „Anerbgeld“ oder „Astantengeld“ bekannt ist, galt früher als Abgabe an einen zurücktretenden bäuerlichen Alleinerben, der sein Erbe nicht annahm. Dieser Alleinerbe wurde damals Anerbe genannt. Er war in der Regel der älteste Sohn eines Bauern und auf ihn gingen das ungeteilte Erbe und der Hof über. Mit dem Abwichsgeld verzichtete der Anerbe darauf. In welcher Höhe es ausgezahlt wurde, wurde in Streitfällen auch durch das Anerbgericht entschieden.