Abschreibung

 

Als Abschreibung bezeichnet man den Wertverlust von Anlage- und Umlaufvermögen in einem Unternehmen. Man unterscheidet bei einer Abschreibung zuwischen einer degressiven Abschreibung (vom französischen dégressif für „abfallend“) und einer linearen Abschreibung (vom lateinischen linearis für „gleich bleibend“) Die degressive Abschreibung wird dabei bei beweglichen Wirtschaftsgütern angewandt. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Abschreibungsbeträge im Nutzungs- bzw. im Abschreibungszeitraum kontinuierlich geringer werden. Rechnerisch erreicht man dies dadurch, dass die Höhe der jährlichen Abschreibung mit einem konstanten Prozentsatz vorgenommen wird, und zwar immer vom jeweiligen Buchrestwert. Bewegliche Wirtschaftsgüter, die nach dem 31.Dezember 2005 angeschafft oder hergestellt wurden, werden dabei mit einem Prozentsatz von 30 % abgeschrieben. Darüber hinaus gilt bei der degressiven Abschreibung eine Nebenbedingung: Es darf auch der jährliche Abschreibungsbetrag höchstens das Zweifache, seit 2006 sogar das Dreifache der linearen Abschreibung nicht überschritten werden. Die Höhe des jährlichen Abschreibungsbetrags bemisst sich dabei nach der betrieblichen Nutzungsdauer des Wirtschaftsguts. Die Nutzungsdauer ist nicht im Einkommensteuergesetz festgelegt. Sie ist jedoch für nahezu jedes Wirtschaftsgut vom Bundesministerium der Finanzen festgeschrieben und zwar in den so genannten AfA-Tabellen (von „Absetzung für Abnutzung“). Diese AfA-Tabellen gelten jedoch sowohl für die degressive Abschreibung, als auch für die lineare Abschreibung. Der Gesetzgeber erlaubt bei der Anwendung der degressiven Abschreibung den Wechsel zur linearen Abschreibung. Der Übergang zu dieser wird dann in der Regel in dem Jahr vorgenommen, in dem die lineare Abschreibung höher ist, als die Degressive Abschreibung. Die lineare Abschreibung von beweglichen Wirtschaftsgütern ist dadurch charakterisiert, dass die Abschreibungsbeträge über die einzelne Jahre hinweg immer gleich bleiben. Die Höhe des jährlichen Abschreibungsbetrages ist dabei abhängig von der betrieblichen Nutzungsdauer.