Abschlag

 

Die Bezeichnung Abschlag findet in vielen verschiedenen Bereichen Anwendung. Meist ist er auch unter dem Begriff „Discount“ bekannt. In Bezug auf die Finanzwelt unterscheidet man einen Abschlag bei Wertpapieren und bei Terminkontrakten. Im Folgenden sind einige Abschläge im Finanzbereich definiert:

1. Emission bzw. Ausgabe von Wertpapieren
Werden (neue) Wertpapiere emittiert, können diese mit einem Abschlag ausgestattet sein, das heißt, dem Nennwert wird ein bestimmter Prozentsatz abgezogen und so der Ausgabepreis festgelegt. Der Anleger zahlt also bei Erwerb unter pari (unter 100 %), erhält aber bei Fälligkeit sein Kapital zu pari (zu 100 %) zurück. Der Abschlag stellt hier also den Ertrag dar.

2. Handel mit Optionsscheinen
Die Bank bzw. der Emittent drückt damit den Wert in der Regel in Prozent aus, um welchen der Basiswert beim Bezug über einen Optionsschein billiger ist als beim Direkterwerb über die Börse.

3. Future
Hier ist es wie bei den Optionsscheinen. Der Abschlag drückt den Wert aus, um welchen der Erwerb eines zugrunde liegenden Finanzwertes (z.B. Bundesanleihe, Aktienindizes) über ein Future günstiger ist als beim Direkterwerb. Der einzige Unterschied zu Optionsscheinen ist, dass beim Future das Geschäft ausgeführt werden muss.

4. Umtausch von Regionalgeld
Wird Regionalgeld in das in Deutschland gesetzliche Zahlungsmittel, momentan der Euro, umgetauscht, dann findet man den Abschlag als die übliche Minderung der zum Rücktausch angebotenen Summe. Ein weiterer Bereich, wo der Begriff Abschlag verwendet wird, ist die Kalkulation. Ein Unternehmen nutzt diese Kalkulation dazu, um den Einstandspreis inklusive Mehrwertsteuer eines Artikels zu ermitteln und den größtmöglichen Gewinn zu erzielen. Beispielsweise nimmt sich ein Unternehmen einen Umsatz von 200.000 € für einen bestimmten Artikel mit einer Handelsspanne von 30 % vor, so müsste das Produkt folglich mit mindestens 140.000 € auf den Markt gehen: Einstandspreis = Nettoverkaufspreis – 30 %