Abnutzung

 

Spricht man von Abnutzung, so meint man im Allgemeinen eine Wertminderung eines Werkstoffes, die durch ständigen Gebrauch herbeigeführt worden ist. Im Bereich der Technik ist dies auch unter Verschleiß bekannt. Bezogen auf die Finanzwirtschaft bezeichnet Abnutzung den Gewichtsverlust von Münzgeld durch deren Gebrauch im täglichen Zahlungsverkehr. Hier wird die Abnutzung auch Abreibung bzw. Abrasion (von mittellateinisch: abrasio = „Abkratzung“) genannt. Beispielsweise sind Goldmünzen, die einst in Europa im Umlauf waren,  ährlich nur um ein Sechstel ihres Gewichtes gefallen. Die Silbermünzen hingegen verloren durch die ständige Nutzung schnell ein Viertel ihres Gewichtes pro Jahr. In etwa um das Zehnfache höher als die Gewichtsminderung bei Silbermünzen war die Abnutzung von Scheidemünzen, deren Metallwert geringer als ihr gesetzlicher Wert war. Auch der Euro ist gegen solch einen Abrieb nicht gefeit. Auf Grund des steten Umlaufs und der fortlaufenden Nutzung wird auch seine Oberfläche beansprucht. Allerdings verbessern sich mit der Zeit und dem Fortschritt der Technik auch die Materialien und Stoffe, wodurch eine längere Lebensdauer der Münzen gewährleistet werden kann.