Abfindungsgeld

 

Das Abfindungsgeld (engl.: „sum of acquittance“ oder „termination pay“), oder auch einfach nur Abfindung, ist eine einmalige Leistung in der Regel in Bargeld, aber auch durch die Überlassung von Vermögensgegenständen zum Ausgleich eines entstandenen Schadens gegenüber einer Person. Die wohl bekannteste Art der Abfindung findet sich beim Ausscheiden eines Arbeitnehmers aus seinem Dienstverhältnis aufgrund von Kündigung durch den Arbeitgeber. Geregelt ist dies im § 1a des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG), wobei es jedem Arbeitgeber frei gestellt ist, eine Abfindung zu zahlen oder nicht. Grundsätzlich richtet sich die Höhe nach dem Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers; addiert werden 50 % eines Bruttomonatsgehaltes aller Beschäftigungsjahre. Dabei werden die Jahre, in denen man mehr als sechs aber weniger als zwölf Monate beschäftigt war, als ein volles Jahr angerechnet.

Beispiel:
Das Bruttomonatsgehalt eines Durchschnittsverdieners beträgt 1.700 €. Seine Beschäftigungsdauer betrug 3 Jahre und 7 Monate. Die sieben Monate werden hierbei als volles Jahr angerechnet, da die Beschäftigung über einem halben Jahr lag. Damit erhält er laut KSchG eine Abfindung von 3.400 €. Gebunden ist der Arbeitgeber an diese Regelung allerdings nicht. Er muss aber bei einem geringeren Betrag ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich die Höhe nicht nach dem KSchG richtet, da sonst der Arbeitnehmer nach Ablauf der Kündigungsfrist Anspruch auf Ausgleich der Differenz hat. Sollte der unglückliche Fall eintreten, dass der Arbeitnehmer während dieser Zeit verstirbt, so fällt der Anspruch nicht mit in die Erbmasse, seine die Erben können also nicht auf der Zahlung bestehen.